Eine ausgewogene und gesunde Ernährung und Lebensführung ist wohl die Basis für ein gesundes Leben. Oft fällt hier das Stichwort „Bio“ und richtet sich vorrangig auf den Herstellungsprozess und aber auch auf die Lebenseinstellung und Ansichten der Verbraucher. Fest steht jedenfalls, dass man sich auch ohne „Bio“ gesund ernähren kann. Wichtig und wesentlich ist meines Erachtens, dass Sie sich bewusster damit beschäftigen, was Sie wann zu sich nehmen und auch etwas mehr auf die Produktinhalte schauen. Was Sie letztendlich zu sich essen, hängt von auch aktuell von Ihrem Trainingsplan und Ihren Zielen ab.

Als Triathlet gibt es Tage, an denen ich aufgrund der großen Trainingsumfänge sehr viele Kohlenhydrate zuführen muss und teilweise in den Augen anderer schon richtig viel esse. Eine Person, deren Fokus hauptsächlich auf einer schlanken Figur bei mässiger Bewegung liegt, wird sich wohl eher dauerhaft kohlenhydratarm ernähren, da sie im Laufe des Tages einfach zu wenig Energie verbrennen. Dann wäre das sogenannte „Carbo-Loading“, wie es Ausdauersportler gerne nennen, eher kontraproduktiv.

An trainingsfreien Tagen ernähre ich mich vorwiegend eiweißbetont und kallorienarm. D.h. dann Geflügelfleisch, Fisch, Reis, Eier, fettarmer Yoghurt, Hartkäse, Gemüse wie Paprika und Champignons, Kartoffeln und Spinat, viel Obst zwischendurch: Äpfel und Bananen. An trainingsintensiven Tagen sind es dann mittags vorwiegend Nudelgerichte und zwischendurch auch ‚mal 1-2 Stückchen Obstkuchen. Tagsüber Mineralwasser oder beim Sport isotonische Getränke. Das Abendessen sollte nicht zu spät gegen 19 Uhr ausfallen, dazu ein leckeres alkoholfreies Hefeweizen … Sie sehen, das ist kein Hexenwerk, ich koche auch nur mit Wasser. Was ich selbst gar nicht kenne bzw. esse, sind Kekse, Snacks und Chips zum Fernsehabend, dann lieber eine zarte Möhre zum Schnurpsen. um bspw. das Mundwerk beschäftigen. Meist habe ich aber familienbedingt so viel zu tun, dass ich nicht dazu komme, lange zu sitzen, wenn dann meist einmal Zeitung lesend, falls es einen spannenden Artikel aus der Regionalpresse geben sollte.

Die vegane Ernährung mag sicherlich Vorteile haben, ist aber auch nicht Pflicht. Es gilt auch weiterhin, die beste Ernährung ist die, auf die Sie wirklich Lust haben. Wenn Sie viel und regelmässig Sport treiben, werden Sie eh nicht auf die Idee kommen, sich auf der Couch Zuckerspeisen oder fettige Tiefkühlpizzen zuzuführen.

Alkohol bitte, bitte nur in Maßen. Die meisten Sportler senken oft Ihren Alkoholgenuß auf Null, ohne dass es sie viel Überwindung kostet. Die Überzeugung kommt von innen. Dem Alkoholgenuss kann man dann keine positiven Aspekte mehr abgewinnen.

Ernährung während des Sports (bspw. längere Ausdauereinheiten)
Ich habe mir z.B. einmal 2 Wochen lang Zeit genommen, sämtliche Fitness-Riegel der gängigen Drogerie-Märkte und Spezialanbieter durchzutesten. Übrig geblieben sind wenige, hauptsächlich die von Rossmann. Es geht hierbei nämlich nicht nur um den Geschmack – Preis natürlich auch – sondern um die Konsistenz. Riegel mit Schoko-Überzug zerlaufen im Sommer. Manche Müsli-Riegel zerbröseln zu Sand durch die ständige Vibration des Fahrradrahmens. Bedenken Sie, dass Sie bei einer anstrengenden Ausdauereinheit einen trockenen Hals- und Rachenraum haben werden. Manch ein Riegel, der sonst lecker schmeckt und nährt, wird dann zum Problemfall und rutscht einfach nicht. Ich nehme hierfür gerne spezielle Müsli-Riegel ohne Schoko-Mantel, die eine Beschaffenheit zwischen leicht weich und hart haben, und zerteile diese vorher in ca. 1,5×1,5cm große, mundgerechte Stücke. Bewährt haben sich auch die Powershots von Powerbar. Das sind kleine, kohlenhydrathaltige Fruchtgummis gefüllt mit Gel, das man sonst erst aus einer kleinen Folienverpackung quetschen und trinken müßte. Die kleinen Kugeln lassen sich beim Training und im Wettkampf hervorrangend essen und dosieren.

Während des harten Ausdauertrainings ist auch ‚mal Cola erlaubt ;-). Sie hat viel Zucker, der sofort ins Blut aufgenommen werden kann, Koffein, dass die Ausdauer fördert und Phosphorsäure. Phosphor ist ein Baustein von Adenosintriphosphat (ATP) dem Energielieferanten der Zelle. Sie regenieren so im günstigen Fall auch schneller.

Gesunde Nahrungsmittel gibt es übrigens auch beim Discounter, nehmen Sie sich einfach einmal die Zeit und lesen Sie sich die Produktinhalte aufmerksam durch, so können Sie neben dem späteren Geschmackstests schon einmal eine Vorauswahl treffen.